ESTA wurde Ende November als „Ausbildungs-Ass 2012“ und damit als bester Ausbildungsbetrieb in der Kategorie „Industrie“ von den Wirtschaftsjunioren Deutschland sowie den Junioren des Handwerks in Berlin ausgezeichnet. Was mit dem Preisgeld von 2500 Euro geschehen soll, stand für Geschäftsführer Dr. Peter Kulitz schnell fest: „Wir verdoppeln den Betrag und spenden 5000 Euro an das Interkulturelle Kinderhaus Ulm“. Die Frage, warum der Familienunternehmer das Kinderhaus, das sich in Trägerschaft des Arbeitskreises Ausländische Kinder e. V. (AAK) befindet, auswählte, beantwortet Kulitz wie folgt: „Die Bildungsabschlüsse von Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegen immer noch deutlich hinter denen deutscher Jugendlicher. Das Interkulturelle Kinderhaus leistet einen wichtigen Beitrag, um die Zukunftschancen von jungen Migrantenkindern zu verbessern. Gerade als Ausbildungsbetrieb sind wir sehr daran interessiert, die Nachwuchskräfte von morgen zu fördern“.
Am Freitag, 14. Dezember 2012 besuchten ESTA Unternehmensvertreter das Ulmer Kinderhaus und überreichten den Spendenscheck an die ehrenamtliche Vorsitzende des AAK, Andrea Göpel-Traub, die sich über das überraschende Weihnachtsgeschenk sehr freute: „Die Spende verleiht uns einen kräftigen Schub, um Bildungs- und Integrationsprojekte, wie den „Küchenzauber“, auch im nächsten Jahr fortführen zu können.“ Bei diesem Projekt steht neben dem Blick auf gesunde Ernährung, insbesondere die Sprachförderung der Kinder im Zentrum. Mit einer Fachkraft werden Kindern kontinuierlich in wechselnden Gruppen zwei- bis dreimal pro Woche Alternativen zu Fastfood und Süßigkeiten aufgezeigt und zu gesunder Ernährung angeleitet. Gemeinsam werden Speisen zubereitet, wobei die Fachkraft besonderen Wert auf die Erweiterung der Sprachkompetenz der Kinder legt. Rezepte müssen gelesen und verstanden werden, Handlungen werden versprachlicht, der Wortschatz erweitert und vertieft, die Kommunikation angeregt. Nach getaner „Arbeit“ werden die selbst zubereiteten Produkte stolz präsentiert um sie dann in geselliger Runde mit „Gästen“ (Kinder, die nicht mit gekocht haben) und Betreuern, die zu lebhaften Tischgesprächen anregen, zu genießen.
Das Interkulturelle Kinderhaus bietet Kindern und Jugendlichen aus Ulm Hausaufgabenbetreuung, Hilfe bei Lese-Rechtschreib-Schwächen, Unterstützung beim Übergang in weiterführende Schulen sowie vielseitige Freizeitaktivitäten an. Zwei hauptamtliche und eine beträchtliche Zahl an ehrenamtlichen Mitarbeitern betreuen den Alltag im Kinderhaus. Der AAK ist ein gemeinnütziger Verein und neben den öffentlichen Mitteln sowie den Mitgliedsbeiträgen besonders auf Privatzuwendungen angewiesen.